DSGVO – Videos rechtskonform einbinden

Am 25. Mai 2018 tritt die neue Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in Kraft. Sie gilt europaweit und betrifft alle Betreiber von Internetseiten. Völlig egal, ob Sie ein Unternehmen, einen Verein oder eine Privat-Person im Internet präsentieren. Oder gar eine öffentliche Institution.

DSGVO
Multimedia auf Internetseiten ist immer noch angesagt. Was zu beachten ist. (Foto: StockSnap / Pixabay)

Schwerpunkt des Gesetzes liegt bei den personenbezogenen Daten der Internet-Nutzer. Daher ist das Thema zwangsläufig emotional besetzt. Niemanden verwundert es da, mit Lügengeschichten und Panikmache konfrontiert zu werden. Andererseits stehen hohe Sanktionen bei Verstößen gegen die DSGVO auf dem Plan der EU.

Rechtsanwalt Siebert (e-recht24): „Jetzt hat das OLG Hamburg entschieden, dass eine fehlende oder fehlerhafte Datenschutzerklärung auf einer Webseite, die nicht rein privat ist, abgemahnt werden kann. Bisher war das nicht möglich. Wenige Wochen nach dieser Entscheidung kam es zu ersten Abmahnungen.

Wichtig: Bereits ein kleines Werbebanner oder beispielsweise eine GoogleAdSense-Anzeige genügen, und ihre Webseite gilt nicht mehr als „Privat“.

DSGVO und Videos

Mittlerweile haben viele amateurfunk-relevante Internetseiten eingebundene Videos. Doch sind sie auch rechtskonform eingebunden? Stichproben zeigen eher das Gegenteil. Noch schicken zu viele Funkamateure ihre Leser mit einem Link direkt zu YouTube oder Vimeo.

Das nachfolgende Video zeigt, wie es gemacht wird. Wenig elegant ist das Einbinden mittels ”iframe”. Diese Methode gehört eigentlich langsam ins Museum. Wir warten alle bereits mit großer Sehnsucht auf HTML5 oder ein passendes Plugin.

Für „Typo3“ soll ein solches Plug-in bereits existieren. Dieses produziert zunächst ein Standbild des eingebetteten Videos. Und stellt dann der Wiedergabe des Videos einen Hinweis auf mögliche Datenverarbeitungsvorgänge sowie ein gesondertes Freischaltungserfordernis voran. Dieses Plug-In ist zurzeit allerdings noch nicht frei erhältlich und birgt gleichsam wiederum urheberrechtlichen Zündstoff. Phil Salewski (IT Recht Kanzlei): “Für unbedenklich erklärte die Rechtsprechung nämlich nur das Framing, nicht aber die Übernahme von Video-Standbildern mit nachgeschalteter Wiedergabefunktion”.

Welche Videos kann ich veröffentlichen?

Besonders vorsichtige Zeitgenossen publizieren meistens nur ihre eigenen Videos. Oder wo ihnen eine schriftliche Erlaubnis vorliegt. Eine Creative Commons-Quelle ist wahrscheinlich als unproblematisch einzustufen.